$\textstyle \parbox{10cm}{\large \textsf{Zeitung des Betriebsrates der
Lebenshilfe Wien}}$ $\textstyle \parbox{5cm}{ \hfill Nummer 45 / September 2006 }$


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$\textstyle \parbox{\textwidth}{\Huge \Forward\hfill \textsc{Frauensache} \hfill\Rewind}$

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        Gender
        Dienstzettel
        Das große Fest

Editorial

Im August hat sich der Betriebsrat zu einer drei-tägigen Klausur zurückgezogen, um sich für die kommende Herbstarbeit gründlich vorzubereiten. Diesmal beschäftigten wir uns auch intensiv mit unserer Teamentwicklung.

Wie sicherlich schon viele von Euch mitbekommen haben, ist es in den letzten Monaten in der WS 23/Schuhfabrikgasse zu Veränderungen gekommen. Die bisherige Leitung hat die Lebenshilfe Wien verlassen.

Ab September diesen Jahres wird ,,unser`` Fritz Tschida die Leitung der Schuhfabrikgasse übernehmen. Damit hat sich sowohl für Fritz als auch für das gesamte BR-Team die Frage gestellt, ob eine Leitungsfunktion mit einem Mandat im BR vereinbar ist.

Rein rechtlich war die Sache schnell geklärt: Natürlich kann einE BetriebsrätIn jederzeit befördert werden (bzw. jegliche Diskriminierung von BetriebsrätInnen, auch bei Beförderungen, ist explizit untersagt) und ein Leitungsposten bei der Lebenshilfe Wien entspricht nicht den Ausschlußkriterien des Arbeitsverfassungsgesetzes.

Dennoch stellte sich uns die Frage: ,,Ist das aber gut so?``. Wir haben uns ausführlich Zeit genommen, um dies zu diskutieren und die gemeinsame Entscheidung war im Vorhinein alles andere als klar.

Kurz: Fritz wird mit 1. September sein BR-Mandat nieder legen, Jaime Nagl aus der WS 15/Nobilegasse wird von der Ersatzliste das Mandat übernehmen.

Ausschlaggebend für uns war:
$\bullet$ Das Vertrauen des Teams der WS 23 zum BR könnte erschüttert werden
$\bullet$ Als Leitung muß man u. U. Entscheidungen treffen, die man als BR bekämpfen müßte
$\bullet$ Als BR muß man u. U. Entscheidungen treffen, die den Interessen einer Leitung widersprechen
$\bullet$ Man kann nicht ,,zwei verschiedenen Herren`` gleichzeitig dienen - der BR ist nun mal eine institutionalisierte Form der Auseinandersetzung zwischen Arbeit und Kapital

Wir möchten einerseits Fritz zu seiner Beförderung gratulieren, andererseits tut es uns leid, dass wir einen engagierten Kollegen verloren haben. Wir wissen, dass Fritz mit der Übernahme der Leitung kein anderer Mensch werden wird und werden ihm weiter vertrauen, richtige Entscheidungen zu treffen.

Vielleicht können wir auch hoffen, dass Fritz in Zukunft für andere Aufgaben zur Verfügung stehen wird, bei denen seine Leitungsfunktion keinen Interessenskonflikt hervorrufen wird - vom Wahlvorstand bis zum Kassaprüfer fallen uns da sicherlich genug Möglichkeiten ein. $\bullet$

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$\textstyle \parbox{.45\textwidth}{
\noindent\textbf{Impressum:}\\
Verleger, He...
...967\\
e-mail: br.lhwien@aon.at\\
Web: http://www.betriebsrat-lebenshilfe.at
}$ \fbox{\fbox{
\parbox{.45\textwidth}{
\par
\centerline{\large\sfb Frauenbeauftrag...
...lichen Werkstatt
Öffnungszeiten unter \textbf{0681/103 105 54} zu ereichen.
}}}

,,Ich bin eine Frau als Phänomen an sich ...``

Was ist (eigentlich) eine Frau?

Das Englische unterscheidet sprachlich zwischen ,,sex``, dem biologischen Geschlecht, und ,,gender``, dem sozialen Geschlecht. Für den Begriff ,,Gender`` gibt es im Deutschen keine adäquate Übersetzung.

Das biologische Geschlecht ist ja relativ eindeutig.

        

Was ist nun gender?

Mit Gender sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen, wie Frauen und Männer sind bzw. sein sollen. Die Geschlechterrollen können sich im Lauf der Zeit ändern und sind innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich. Mit dem Begriff ,,Gender`` werden beide Geschlechter in den Blickpunkt gerückt - Gleichstellung ist nicht nur ein ,,Frauenproblem``, sondern geht Frauen und Männer gleichermaßen an. Nicht Frauen müssen sich anpassen, sondern die Strukturen müssen angepasst werden, damit Gleichstellung erreicht werden kann. Gender Mainstreaming stellt Frauen- und Männerrollen in Frage. Nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer muss sich etwas verändern. Auch Männer sind deshalb Akteure und Zielgruppe.

Gender Mainstreaming ist ein Instrumentarium, um die Geschlechterverhältnisse hin zu mehr Demokratie und Gleichstellung zu verändern. Das männliche Geschlecht soll nicht als allgemein menschliche Norm angesehen werden. Diskriminierungen aufgrund von Geschlechtszuweisungen sollen aufgedeckt werden. Erst wenn Frauen und Männer die gleichen Start- und Rahmenbedingungen haben, haben sie die gleichen Chancen. Tatsächliche Gleichstellung kann deshalb nicht durch die Anpassung von Frauen an männlich geprägte Strukturen erreicht werden, sondern nur durch die Änderung der Strukturen und Rahmenbedingungen selbst, die Chancen eröffnen oder eben verschließen. Gender Mainstraming wird parallel zu spezifischen Frauenfördermaßnahmen angewendet und kann die frauenspezifische Gleichstellungspolitik nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Was ist Feminismus?

Feminismus betrifft alle Bereiche des Menschlichen und kritisiert den patriarchalen Teil aller kulturellen Hervorbringungen des Mannes. Ziel ist die Gleichheit, Würde und Entscheidungsfreiheit für alle Frauen auf der Basis der Kontrolle der Frauen über ihr eigenes Leben und ihren Körper innerhalb und außerhalb des Hauses. Beseitigung aller Formen von sozialer Ungleichheit, Herrschaft und Unterdrückung durch die Schaffung einer gerechteren und ökonomischen Ordnung , national und international. Der Anfang liegt in den 70ern, dort wurden erste Klein- und Selbsterfahrungsgruppen und Selbstuntersuchungsgruppen gebildet, deren Motto: ,,Das Private ist politisch!``

Affidamento ist ein italienisches Wort, das sich nur schwer ins Deutsche übersetzen lässt. Das Verb ,,affidarsi`` bedeutet ,,sich anvertrauen``.

Affidamento bezeichnet im Denken italienischer Feministinnen und rund um die Philosophinnengemeinschaft Diotima an der Universität von Verona eine Beziehung zwischen zwei Frauen, die zur Grundlage für weibliche Freiheit wird. Eine relativ unerfahrene Frau sucht sich eine (ältere) erfahrenere Frau, die ein ,,MEHR`` an Wissen besitzt, um von ihr zu lernen.

Dass die Beziehungen zwischen Frauen die Grundlage für weibliche Freiheit sind, war bereits ein Grundgedanke der Frauenbewegung der 70er Jahre. Unerhört war etwa die Praxis der Separation, also dass Frauen sich untereinander - und ohne Männer - über ihre Wünsche, Selbstbilder und Vorstellungen austauschten. Unter dem Stichwort ,,consciousness raising``, Selbst-bewusst sein entwickeln, fanden sie heraus, dass der Vergleich mit den Männern oder die Abarbeitung an männlichen Bildern nicht förderlich ist.

Gender Mainstreaming ist damit ein Auftrag

$\bullet$ an die Spitze einer Verwaltung, einer Organisation, eines Unternehmens und
$\bullet$ an alle Beschäftigten,
die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern
$\bullet$ in der Struktur
$\bullet$ in der Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen
$\bullet$ in den Ergebnissen und Produkten
$\bullet$ in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
$\bullet$ in der Steuerung (Controlling)

von vornherein zu berücksichtigen, um das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen zu können.

Herkunft und Entwicklung

1985

Gender Mainstreaming wird auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi als politische Strategie vorgestellt.

1992

Gründung der 1. interuniversitären Koordinationsstelle für Frauenforschung in Wien

1993

Entwicklung des Frauenförderungsplan

1994

Durch die Einsetzung eines Lenkungsausschusses für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern (CDEG), der für Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung zuständig und direkt beim Ministerkomitee angesiedelt ist, wird das Gender-Mainstreaming-Konzept auf der Ebene des Europarats aufgegriffen.

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1995

Auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking wird das Prinzip in der verabschiedeten Arbeitsplattform verankert. Hieraus ergibt sich für alle Mitgliedstaaten die Verpflichtung, in den jeweiligen nationalen Strategien zur Umsetzung der 4. VN-Weltfrauenkonferenz ein Konzept zur Implementierung von Gender Mainstreaming zu entwickeln.

Für die Arbeit der Vereinten Nationen ist die Beachtung und Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes seit der 4. Weltfrauenkonferenz, den gemeinsamen Schlussfolgerungen des Wirtschafts- und Sozialrates der VN ,,gender-perspective in all policies and programms in the UN system`` und der darauf basierenden Resolution der Generalversammlung 52/100 bezüglich aller Maßnahmen und Programme verpflichtend.

1996

Die Europäische Union verpflichtet sich in der ,,Mitteilung der Europäischen Kommission zur Einbindung der Chancengleichheit in sämtliche politische Konzepte und Maßnahmen der Gemeinschaft`` dem neuen Ansatz des Gender Mainstreaming.

In Norwegen wird die Staatssekretärsebene der Ministerien zuständig für die Durchführung des Gender Mainstreaming. Zur Förderung und Kontrolle des Prozesses wird 1997 der ,,Ausschuss für Staatssekretäre`` eingerichtet. Jedes Ministerium ist in seinem Bereich für die Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Konzeptes verantwortlich.

1997

Das Europäische Parlament empfiehlt in seiner Entschließung vom September 1997 als weitere Umsetzungsschritte die Schaffung geeigneter Koordinierungsstrukturen, die Erarbeitung von Bewertungskriterien, eine Überprüfung aller Legislativvorschläge auf die geschlechtsspezifische Dimension hin (Gleichstellungsprüfung), die Fortsetzung der Doppelstrategie (Gender Mainstreaming plus spezielle Fördermaßnahmen) und die Ausrichtung von Datenerhebungen und Statistiken nach geschlechtsspezifischen Kriterien.

1998

Veröffentlichung des ersten Fortschrittsberichts der Europäischen Kommission zu Gender Mainstreaming.

In den Niederlanden wird auf Regierungsebene ein Aktionsplan zum Gender Mainstreaming erarbeitet, der von 1999 bis 2002 umgesetzt werden soll. Alle Ressorts benennen jeweils mindestens drei konkrete Maßnahmen für die Umsetzung von Gender Mainstreaming.

In Finnland beschließt die Regierung eine 3-jährige Erprobungsphase von 1998 bis 2001 zur Einführung von Gender Mainstreaming.

Von nun an werden jährlich die beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU festgelegt. Sie basieren auf den folgenden vier Säulen:

1. Verbesserung der Beschäftigungschancen

2. Entwicklung des Unternehmergeistes

3. Förderung der Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und ihrer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

4. Stärkung der Maßnahmen für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt.

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1999

Verankerung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes in den beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU. Das bedeutet: Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen werden nicht nur im Rahmen der Säule 4 begriffen, sondern als Querschnittsaufgabe auch für die drei anderen Säulen definiert.

Mit Inkrafttreten des Amsterdamer Vertrages (EG-Vertrag) am 1. Mai wird der Gender Mainstreaming-Ansatz zum ersten Mal in rechtlich verbindlicher Form festgeschrieben. Art. 2 und Art. 3 Absatz 2 des EG-Vertrags verpflichten die Mitgliedstaaten zu einer aktiven Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender Mainstreaming. $\bullet$

Der Gehaltszettel

Die Lohnschemata, die verschiedenen Zulagen, die Stundenabrechnung usw. - das alles ist reichlich kompliziert und unübersichtlich geworden. Für Viele ist es immer schwerer geworden, ihr Gehalt zu überprüfen. Eines dieser ,,Mysterien`` wollen wir Euch etwas näher bringen: den Gehaltszettel.

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Erläuterungen

Persönliche Daten Ist wohl klar.

Lohnarten Jeder Posten verfügt über einen eigenen Code und eine Kurzbezeichnung. Wir wollen Euch nicht mit hunderten Lohnarten quälen, sondern nur die wichtigsten erwähnen:
100 Grundgehalt LH-Schema
104 Grundgehalt BAGS
001-007 Überstunden und Zuschläge
107, 108 Feiertag LH, Sonn- und Feitertag (SuFT) BAGS
109, 119 Nachtanwesenheit LH, BAGS
123, 124 ,,wachender`` Nachtdienst LH, BAGS
118 Nachtstunde BAGS
120, 131-133 Erschwerniszulage LH, SEG BAGS
112 Überzahlung BAGS
113 Abzugsbetrag BAGS (erinnert Ihr Euch? - Optierung!)
140-143 StellvertreterInnen Zulagen
300-303 Leitungszulagen
306 Kinderzulage
331,332 Entgeltausgleich Urlaub, Krankenstand
400, 401 Urlaubszuschuß, Weihnachtsrenumeration

Anzahl, Wert Für alle Auszahlungen, die gezählt werden müssen (Überstunden, Nachtdienste etc.)

Sozialversicherung Hier fängt das Unangenehme an, die Abzüge. Die SV ist ohne ,,Sondergeschichteln`` einfach 18% der Bruttobezüge. SV-freie Bezüge kommen bei uns eher selten vor; es fallen Reisekostenersatz, Tagesdiäten etc. darunter.

Lohnsteuer läßt sich ja dank unseres ,,größten aller Finanzministers`` von jeden auf einem Bierdeckel ausrechnen. Falls man keinen ,,Nummerik-Bierzettel`` zur Hand haben sollte, kann man sich relativ leicht die Lohnsteuerbasis ausrechnen: Bruttobezug minus SV minus Lhst.-freie Zulagen (das sind SEG-, Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen). Von dieser Basis wird die laufende Lohnsteuer berechnet. Da Steuer aber jährlich und nicht monatlich berechnet wird, ist das ,,nur`` eine Schätzung. Mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung (=Lohnsteuerausgleich) kann man die Steuerleistung berechnen lassen und bekommt allfällige Mehrzahlungen zurück.

Diverses Auf die Zahlen im Feld ,,Urlaubsguthaben`` ist kein allzu großer Verlaß! Der Gewerkschaftbetrag taucht nur bei denen auf, die ihren Gewerkschaftbeitrag über Gehaltsabzug begleichen. Die BR-Umlage müssen hingegen alle blechen (hehe! Scherz beiseite, davon wird u. a der BR-Fonds gespeist). Und das mit der Pfändung ist eine eher unangenehme Geschicht.

Der Rest unten ist nur was für ,,SpezialistInnen``. Hier sieht man, wieviel man schon so im Laufe des Jahres an Abgaben usw. entrichtet hat - wen's interessiert kann ja hübsch nachrechnen.

Der Gehaltszettel allein gibt noch nicht Auskunft über die Korrektheit des Auszahlungsbetrags. Dieser muß noch mit den geleisteten Stunden auf Grund der Stundenaufzeichnung in Abgleich gebracht werden. $\bullet$

Die AUGE-KIV-Vernetzungsgruppe ,,Soziales`` - Was ist das?

Angefangen hat es mit der Diskussion über die Umstrukturierung des Sozialbereichs der Stadt Wien und die Ausgliederung der Agenden der MA 12 und 15a in den Fonds Soziales Wien im Jahr 2004. Zur gleichen Zeit trat für weite Teile des Sozialbereichs und ihre Beschäftigten österreichweit der BAGS-Kollektivvertrag in Kraft.

Nach einer bereits längeren Zeit der intensiven Zusammenarbeit von AUGE (Alternative und Gründe GewerkschafterInnen in der GPA) und KIV (Konsequente Interessensvertretung in der GdG) im Sozialbereich war es nun gerade aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen an der Zeit, eine neue Initiative zu starten, um die Vernetzung und den Austausch der Beschäftigten im Sozialbereich zu fördern und vielleicht auch eine Gegenbewegung zu den Einsparungs- und Privatisierungs-Tendenzen in diesem Bereich ins Leben zu rufen - die AUGE-KIV-Vernetzungsgruppe ,,Soziales``.

Auftakt war eine gemeinsame Veranstaltung zum BAGS-Kollektivvertrag im März 2005. Denn dieser Kollektivvertrag bot zwar erstmals eine breite rechtliche Absicherung für die betroffenen Beschäftigten, doch barg und birgt er viele Unklarheiten und stellt nur den kleinsten gemeinsamen Nenner im Sozialbereich dar. Ab April 2005 veranstalteten wir monatlich - an jedem dritten Mittwoch Abend - ein Treffen unserer Gruppe. Aber nicht nur der BAGS-Kollektivvertrag und seine Verbesserungen, sondern auch andere Themen im Sozialbereich, wie die Veränderungen durch den Fonds Soziales Wien und auch für dessen Beschäftigte, aktuelle Entwicklungen beim Arbeitsmarktservice, die Einsparungen in MA 11 und bei den Kindergärten, Mitbestimmungsmöglichkeiten für unseren Bereich in Gewerkschaft und Arbeiterkammer, die Auswirkungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie auf den Sozialbereich, die Pflegegeldtaschengeldkürzung, das Heimaufenthaltsgesetz und vieles mehr waren in den letzten Jahren Themen, zu denen wir FachreferentInnen einluden, diskutierten, sowie Forderungen entwickelten und an betroffene Einrichtungen und an die Politik weiter trugen. Außerdem verfassten wir anhand dieser Inputs und des Austausches in Zusammenarbeit mit einem Arbeitsrechstexperten ein Kommentar zum BAGS-Kollektivvertrag, das im Herbst 2005 und in einer 2. ergänzten Auflage im Februar 2006 veröffentlicht wurde, und veranstalteten im Mai 2006 einen BAGS-KV-Workshop für BetriebsrätInnen und interessierte KollegInnen.

Wir im Sozial- und Gesundheitsbereich - Beschäftigte, BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen - haben gemeinsame Interessen.
Voneinander wissen ist der erste Schritt zu einem Mehr an Kooperation!

Wir wollen: Austausch, Vernetzung - insbesondere der aktiven BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen - inhaltliche Diskussion über betriebliche Probleme und gewerkschaftliche Fragen fördern und gemeinsame Forderungen, Strategien und auch Anträge für Arbeiterkammer und Gewerkschaften erarbeiten.

Es ist unser Ziel mittels Inputs von und den Austausch mit Euch über die vielen verschiedenen Arbeitsbereiche und Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich mehr zu erfahren, uns besser kennen zu lernen und gemeinsame Forderungen für uns und nicht zu letzt auch für die von uns betreuten Personen zu entwickeln. $\bullet$

Einladung zum nächsten Vernetzungstreffen:

Perspektiven für den Sozialbereich - aus gewerkschaftlicher Sicht


$\textstyle \parbox{.8\textwidth}{
Welche Rahmenbedingungen werden den
Sozialber...
...Dies und mehr wollen wir mit FachexpertInnen und Euch gemeinsam diskutieren.
}$

Wann: 20. September 2006 um 19 Uhr
Wo: KIV-Club, 1020 Wien, Große Mohrengasse 44 /Ecke Odeongasse
(Lageplan: siehe www.kiv.at)

Podiumsdiskussion mit:

$\bullet$ Veronika Litschel (AK-Rätin der AUGE/UG in Wien)
$\bullet$ Dr. Karin Heitzmann (Universitätsassistentin am Institut für Sozialpolitik der WU Wien)
$\bullet$ Gerlinde Werther (Betriebsratsvorsitzende des Vereins ÖHTB)
$\bullet$ Reinhard Bödenauer (GPA, stv. Leiter des Geschäftsbereichs Interessenvertretung)
$\bullet$ Mag. Michael Schaller (GPA Wien, Regionalsekretär für den Wirtschaftsbereich 17 - Gesundheit/ soziale Dienstleistungen/ Kinder- und Jugendwohlfahrt)

Moderation: DSA Christoph Stoik, FH für Sozialarbeit

Nachrichten aus den Gewerkschaften


Von der Dienstleistungs-
zur Dienstbotinnengesellschaft?!


Netzwerktreffen der Wiener GPA Frauen am 20.9.2006

Viele Frauen, die es in der Arbeitswelt ,,geschafft`` haben können dies nur, weil sie die Haus- und Betreuungsarbeit auslagern, da nur sehr selten ein ,,Hausmann`` zur Verfügung steht. Ausgelagert werden diese Tätigkeiten nahezu ausschließlich an Frauen, vorwiegend Migrantinnen, zu den nicht immer besten (arbeitsrechtlichen) Bedingungen.

Zu diesem Thema gibt es unterschiedliche Sichtweisen.

$\bullet$ Wie organisiere ich mir leistbare und legale Hilfe?
$\bullet$ Wie biete ich meine Dienstleistungen an?
$\bullet$ Beute ich jemanden aus?
$\bullet$ Wie sind die rechtlichen Bestimmungen?

Zu diesen Fragen und vielen mehr, wollen wir mit der GPA-Expertin Eva Scherz

am 20.9.2006 um 18.30 Uhr
in der Cafe-Confiserie-Bartsch
1010 Wien, Schottenring 26

diskutieren.

Anmeldungen erbeten unter frauen-wien@gpa.at oder telefonisch unter 05 03 01/21258 bzw. 05 03 01/21350.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

work@social - Netzwerk Wien
jeden ersten Montag im Monat, 17:00 Uhr
GPA Wien


Regelmässiges Austauschtreffen mit Präsentation aktueller Themen


Jeweils am ersten Montag des Monats
(beginnend mit 03.10.2005) 17:00 Uhr

Konferenzraum 2.K2
1034 Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1


Äußerst karge Bilanz


Wirtschaft wächst ...

...ArbeitnehmerInnen haben nichts davon

  realen Wirtschaftswachstum Realeinkommen netto pro Kopf
Veränderung zum Vorjahr in %
2001 0,8 -1,1
2002 1,0 1,0
2003 1,4 0,1
2004 2,4 0,3
2005 1,8 1,0
Quelle: ÖGB Nachrichtendienst Nr. 3302


Wirtschaftbereichskonferenz


der Wirtschaftsbereiche 17 (Gesundheit/Soziale Dienstleistungen/Kinder- und Jugendwohlfahrt
und 19 (Kirchen und Religionsgemeinschaften)


Datum: 14.09.2006
Beginn: 17:00 Uhr, voraussichtliches Ende 20:00 Uhr
Ort: Treff, Lebenshilfe Wien, Schönbrunner-Str. 179, 1120 Wien


Tagesordnung:

1.Begrüßung
2.,,Die Zukunft der Gewerkschaft?``
Referent: Koll. Karl Proyer,
Bundesgeschäftsführer-Stv. der GPA und Regionalgeschäftsführer der GPA-Wien
3.Diskussion in Kleingruppen
4.Ausblick auf die BAGS-KV-Verhandlungen 2006
5.Allfälliges


Wir würden uns freuen, dich/Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen, ersuchen um Anmeldung bis spätestens 8. September 2006 bei Koll. Natascha Bogner unter natascha.bogner@gpa.at, bzw. unter der Tel.Nr. 050301/21493 DW (bis 14.00 Uhr), um einen Imbiss vorbereiten zu können und verbleiben

P.S.: Diese Einladung gilt auch für alle interessierte KollegInnen in deinem/Ihrem Betrieb.

Das große Fest


$\textstyle \parbox{.65\textwidth}{\large\sfb Die Betriebräte von Auftakt, Balan...
...n gemeinsames Fest} \\
\centerline{für die BehindertenbetreuerInnen in Wien}}$




Dienstag, 31. Oktober 2006, ab 18:00 Uhr




,,Ost-Klub``


(4. Schwindgasse 1, Ecke Schwarzenbergplatz)










$\textstyle \parbox{.8\textwidth}{\large\sfb Weitere Informationen siehe Plakate...
...PartnerInnen, Zivildiener \dots) wird ein
kleiner Umkostenbeitrag eingehoben.}$


\fbox{\parbox[t]{72mm}{\rule{0pt}{40mm}}} Image gpalogo

Über dieses Dokument ...

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The command line arguments were:
latex2html -split 0 -nonavigation -noaddress -image_type png -html_version latin1,4.0 zebra45.tex

The translation was initiated by Betriebsrat der Lebenshilfe Wien on 2006-09-14